Nicht jeder kann oder will fürs Alter sparen, dafür gibt es hinreichend Gründe…

Warum sparen Menschen nicht fürs Alter? Was können mögliche Gründe sein?

  • Niedriges Einkommen: Menschen mit niedrigem Einkommen haben in der Regel Schwierigkeiten, Geld zur Seite zu legen, da sie bereits damit kämpfen, ihre täglichen Ausgaben zu decken.
  • Hohe Ausgaben: Wenn jemand hohe Ausgaben hat, zum Beispiel für Miete, Kredite oder medizinische Behandlungen, bleibt möglicherweise nicht genug Geld zum Sparen übrig.
  • Mangelndes Bewusstsein: Einige Menschen haben möglicherweise nicht das Bewusstsein dafür, regelmäßig einen Teil ihres Einkommens zu sparen, um für finanzielle Engpässe im Leben gewappnet zu sein oder größere Anschaffungen, wie z. B. für eine Immobilie oder ein Auto leisten zu können. Gründe können das psychosoziale Milieu und die Erziehung der Eltern sein. Die Schule lehrt leider auch keinen angemessenen Umgang mit Geld. Werbung und Konsumdenken wecken Begehrlichkeiten und Schulden machen ist verlockender, als die nötige Summe für bestimmte Käufe durch „mühsameres“ Sparen aufzubringen.
  • Schulden als Analogie zu den hohen Ausgaben: Menschen mit hohen Schulden und Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern sind durch monatliche Raten oftmals stark belastet und haben keine Reserven für eigene Rücklagen. Grundsätzlich sind Konsumschulden dabei kritischer zu betrachten, als Investitionsschulden.

Auch kann Inflation eine wesentliche Rolle spielen, d.h. steigende Kosten für die Lebenshaltung wie Miete, Energieversorgung und Lebensmittel durch Geldentwertung. Dies unterscheidet sich aber von den o.g. Gründen, weil es nicht direkt beeinflussbar ist.

Fehlende Vorsorge verschiebt die finanziellen Probleme auf später oder verschärft diese noch mehr…

Je nach Alter, Lebenssituation und Umfeld kann es daher durchaus nachvollziehbar sein, keine finanzielle Vorsorge zu betreiben. Ein zeitweiliger Zustand ist sicherlich leichter zu verkraften. Sollte dieser Zustand jedoch dauerhaft sein und über viele Jahre fortbestehen, werden sich die existenziellen Probleme im Alter mit hoher Wahrscheinlichkeit verschärfen.

Lass uns ein Szenario betrachten:

Stell dir vor, du bist 65 Jahre alt und hast nicht genug Geld, um deine Rechnungen zu bezahlen oder die Freizeitaktivitäten zu genießen, die du dir für den Ruhestand vorgenommen hast. Vielleicht hast du sogar dein ganzes Leben lang gearbeitet, es aber versäumt, privat vorzusorgen oder vorausschauend zu planen. Jetzt musst du dich auf Sozialleistungen und die Hilfe von Freunden und Familie verlassen, um über die Runden zu kommen. Es ist eine beängstigende Vorstellung, nicht wahr?

Grafik: Altersarmut ist eine reale Bedrohung

Leider ist die Realität für viele Menschen, dass sie die persönliche Verantwortung während ihres Erwerbslebens für ihr finanzielles Wohlergehen im Alter abgeben und sich leichtfertig auf den Sozialstaat, das Rentensystem oder eine glückliche Fügung verlassen. Auch scheint es leicht, das Sparen aufzuschieben, besonders wenn man noch jung ist und das Rentenalter noch in weiter Ferne liegt. Menschen denken nun mal eher in kurzfristigen Anreizen, als in langfristigen, dafür aber größeren Belohnungen. Zudem scheint die Zukunft eher ungewiss und komplex, was Prognosen schwierig macht. Gerade aber wenn du noch nicht mit dem Sparen begonnen hast, muss dir klar sein, dass du möglicherweise nicht genug Zeit hast, um dir ein Vermögen, zumindest aber einen soliden finanziellen Grundstock aufzubauen.

Schauen wir uns ein Zahlenbeispiel an:

Lass uns ein konkretes Beispiel betrachten: Wenn du mit 25 Jahren beginnst, monatlich 250 Euro in eine Altersvorsorge zu investieren, die durchschnittlich 8% Rendite pro Jahr erwirtschaftet, hast du mit 65 Jahren mehr als 750.000 Euro angespart. Aber wenn du bis 35 Jahre wartest, um anzufangen, müsstest du fast das Dreifache investieren, nämlich 700 Euro pro Monat, um das gleiche Ziel zu erreichen. Und wenn du noch zehn Jahre länger wartest, musst du fast 2.000 Euro pro Monat sparen, um die gleiche Summe anzusammeln. Das zeigt, wie wichtig es ist, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen.

Grafik: Monatliche Aufwendungen bei unterschiedlichen Einstiegsaltern zum Erreichen der gleichen Zielsparsumme

Die Zeit spielt für dich, wenn du jetzt beginnst und Verantwortung für dich und deine Familie übernimmst…

Es gibt auch andere Faktoren zu berücksichtigen. Zum Beispiel, je früher du beginnst, desto weniger Risiko musst du eingehen, um dein Vermögen aufzubauen. Du kannst in langfristige, stabile Anlagen wie Indexfonds oder ETFs investieren und die Zeit nutzen, um dein Vermögen aufzubauen. Wenn du dagegen später anfängst, musst du möglicherweise riskantere Investitionen tätigen, um dein Ziel zu erreichen.

Denke auch daran, dass deine Altersvorsorge nicht nur dein eigenes Leben betrifft, sondern auch das deiner Familie. Wenn du keine ausreichende Altersvorsorge hast, kann dies bedeuten, dass deine Familie dir finanziell helfen muss oder sich in schwierigen Zeiten verschulden muss, um deine Bedürfnisse zu decken. Du willst deine Lieben doch nicht in diese Situation bringen, oder?

Grafik: Altersarmut wirkt sich auch auf dein Umfeld aus

Es ist wichtig, dass du mit Sparen zumindest anfängst. Beginne daher mit kleinen machbaren Schritten…

Insgesamt ist es wichtig, dass du dir bewusst machst, wie dringend es ist, mit dem Sparen für deine Altersvorsorge zu beginnen. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es, deine finanziellen Ziele zu erreichen. Du musst jetzt handeln und deine finanzielle Zukunft sichern, um ein erfülltes Leben im Ruhestand zu führen. Beginne klein, aber beginne jetzt. Denn wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist! Schon mit einer Beitragssumme ab 20 Euro im Monat ist ein erster Schritt getan.

Wir können dir dazu gerne eine hilfreiche Empfehlung geben. Klicke hier auf den Button für eine unverbindliche telefonische Erstberatung.

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